Eigene Bücher II
Eigene Bücher III
 
   

  Eigene Bücher I: BÜCHER ZUR DEUTSCH-RUSSISCHEN GESCHICHTE

 
 

   Der Russland-Komplex (2005)
   „Rom oder Moskau“ (2002)
   Deutschland und die russische Revolution (1998)

   

DER RUSSLAND-KOMPLEX – DIE DEUTSCHEN UND DER OSTEN 1900-1945
C.H. Beck, München 2005, 532 S., EUR 29,80

 
 

  Inhalt

  Einleitung

  Rezensionen

  Russische Ausgabe

Seit dem Mittelalter hat der „Osten“ die Phantasie der Deutschen entzündet. Besonders das aufsteigende Russische Reich galt mal als natürliches Betätigungsfeld und entscheidender Rückhalt, mal als elementare Bedrohung. Ende des 19. Jahrhunderts und in der Epoche der beiden Weltkriege gewann dieser Russland-Komplex für Deutschland in seiner Auseinandersetzung mit dem Westen existenzielle Bedeutung. Die bolschewistische Revolution mit deutscher Hilfe brachte zwar keine Wendung im Weltkrieg. Aber nach der Niederlage und angesichts des „Versailler Diktats“ schien eine „Ostorientierung“ vielen erst recht als die einzig verbliebene Option. Der Bolschewismus faszinierte keineswegs nur die politische Linke, sondern ebenso die politische Rechte. Und das sowjetische Russland war für viele mit Dostojewski besser als mit Marx zu verstehen. „Der lange Weg nach Westen“ (H.A. Winkler) führte jedenfalls nur über die Frustration aller diffusen Erwartungen an den „Osten“. Hitler kehrte diese Tendenzen einer zeitgenössischen „Ostorientierung“ in radikaler Weise um. Nicht erst der Pakt mit Stalin 1939 zeigte allerdings, dass Antisemitismus, Antibolschewismus und Antislawismus eher eine widersprüchliche Mischung als eine geschlossene weltanschauliche Motivation bildeten – anders als Ernst Nolte, aber auch die meisten seiner Kritiker im „Historikerstreit“ annahmen.

Inhalt

     

„Rom oder Moskau“. Einleitung....................

I. Vorkrieg und Weltkrieg

Sendling des Reiches ..................................
Die Deutschen als Weltvolk ........................
Krieg gegen den Westen .............................
Nach Osten!................................................
Kollusionen und Konspirationen...................
Stockhomer Schattenspiele ..........................

II. Weltkrieg und Revolution

Vom Weltkrieg zum Bürgerkrieg..................
Russland, ein Wintermärchen.......................
Briefe aus Moskau.......................................
Zwei Kücken unter einer Schale...................
Spartakisten und „Beki“...............................
Vom Geist der russischen Revolution............
Augenzeugen, Emigranten, Interpreten...........

III. Revolution und Nachkrieg

Mussolini manqué.........................................
Geheimnisse der Weisen von Zion.................
Zweifacher Revisionismus..............................
Ein Indien im Nebel.......................................
Konservative Revolutionäre...........................
Eine deutsche Dostojewtschina......................
Der russische Nexus......................................

IV. Katastrophe und Neubeginn

Vom Bündnis zum Lebensraum.....................
Hitlers Russland............................................
Der deutsche Russland-Komplex..................
Nachwort.....................................................
Quellenverzeichnis.........................................
Anmerkungen...............................................
Abbildungsnachweis.....................................
Register.........................................................

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„ROM ODER MOSKAU“

     

Eine erste, erheblich umfangreichere Version des Buches „Der Russland-Komplex“, die ich 2002 unter dem Titel „Rom oder Moskau“ an der Universität Tübingen eingereicht habe, ist einsehbar unter der Adresse:
http://w210.ub.uni-tuebingen.de/dbt/volltexte/2003/1020/

   

Gerd Koenen und Lew Kopelew (Hrsg.):
DEUTSCHLAND UND DIE RUSSISCHE REVOLUTION 1917–1924
Wilhelm Fink Verlag, München 1998, 952 S., EUR 74,00

     
 

Inhalt

Blick nach Osten –
deutsche Russlandliteratur

Gesamtbibliographie
der deutschen Russlan-dliteratur 1917-1924

Russ. Ausgabe
„Germanija i russkaja
revolucija“ (2004)

     

Mit diesem Band, der das von Lew Kopelew 1982 initiierte „Wuppertaler Projekt“ zur Erforschung deutsch-russischer Fremdenbilder chronologisch abschloss, wurde erstmals der Versuch unternommen, die deutschen Reaktionen auf das epochale Ereignis der russischen Revolution in einem breiten Spektrum der Politik und Publizistik, aber auch der literarischen, künstlerischen und philosophischen Verarbeitung darzustellen.
Der Wert des Unternehmens liegt nicht nur in den einzelnen Beiträgen, die sowohl recht gut erforschte wie bislang eher brachliegende Themenfelder abdecken, sondern in der synoptischen Bündelung der verschiedenen Aspekte und Perspektiven und ihrer Fokussierung auf ein ganz bestimmtes geschichtliches „Chronotop“, nämlich die Periode von ausgehendem Weltkrieg, Revolutionszeit und „Nachkrieg“.
Es zeigt sich, dass die Umbrüche in Russland die von Krieg, Niederlage und Nachkrieg aufgewühlte deutsche Öffentlichkeit so intensiv beschäftigt haben, wie wohl selten jemals ein Land ein anderes beschäftigt hat. Eine wahre Sturzflut von Büchern und Broschüren jeder Art und Couleur, von Erlebnisberichten, Pamphleten und Agitationsschriften, Analysen und Essays, Romanen und Dichtungen brach über das deutsche Publikum herein. Sie sind in dem vorliegenden Band in einer vollständigen, sachlich gegliederten, etwa 1200 Titel umfassenden Bibliographie erstmals zusammengestellt.