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Ich
hoffe, bis zu meinem Tode zu leben. |
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Geboren am 9. Dezember 1944 in Marburg/Lahn (Hessen). Aufgewachsen ab 1948 in den Ruinenlandschaften des Ruhrgebiets (in Bochum und Gelsenkirchen-Buer). Der Vater war technischer Direktor der Kohlengrube „Graf Bismarck“ (7000 Beschäftige), die 1967 stillgelegt wurde. Abitur 1964 am Max-Planck-Gymnasium in Buer. Einjähriges studium generale am Leibniz-Kolleg in Tübingen. Trotz Kriegsdienstverweigerung Einziehung zur Bundeswehr im Frühjahr 1965. Anerkennung erst in letzter Instanz im Herbst 1965. Überstellung zum Zivilen Ersatzdienst an der Universitäts-Nervenklinik Tübingen bis Herbst 1966. Ab WS 1966/67 Studium der Romanistik, Geschichte und Politikwissenschaften an der Universität Tübingen. Nach dem 2. Juni 1967 Übertritt von der Humanistischen Studenten-Union (HSU) zum Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS). Hochschulreferent des Tübinger AStA. Zwischenexamen im SS 1968. Im Herbst 1968 Wechsel an die Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Weitere Aktivitäten im SDS, in der Basisgruppe Historiker und außeruniversitäre Aktivitäten in einem neo-leninistischen Zirkel. Im Frühjahr 1972 Staatsexamen in Politikwissenschaften und Geschichte. Arbeit als Wissenschaftlicher Tutor. Eine Promotion zur Marxschen Demokratie-Theorie bei Iring Fetscher 1974/75 abgebrochen zugunsten „revolutionärer Betriebsarbeit“. Seit Oktober 1973 Mitglied im Kommunistischen Bund Westdeutschland (KBW), Sekretär der Ortsleitung Frankfurt/Offenbach. Zeitweise Mitglied des Zentralkomitees. Ab Herbst 1976 Redakteur für Internationales beim Zentralorgan „Kommunistische Volkszeitung“ (KVZ). Arbeit auf Auslandsposten in Wien und Brüssel 1977-1979. Ab 1980 in Westberlin. Parallel zur Spaltung und Selbstabwicklung des KBW 1980/81 Arbeit an einem Buch zur Geschichte Polens und der polnischen Bürger- und Gewerkschaftsbewegung „Solidarität“, das im Februar 1981 erschien. Aktivitäten im Komitee „Solidarität mit Solidarnosc“. 1983 Mitarbeit an einem weiteren Band mit Dokumenten der polnischen Gewerkschaft. In den Jahren darauf Arbeit in Kleinverlagen und als freier Publizist. 1985 erschien das Buch „Der unerklärte Frieden“ (Sendler Verlag), ein Abriss der russisch-polnisch-deutschen Geschichte in Auseinandersetzung mit den Thesen der „Friedensbewegung“. 1987 in erster Fassung „Die Großen Gesänge“, eine kommentierte Anthologie des sozialistischen Personenkults. Von 1988 bis 1990 Redakteur des Frankfurter Stadtmagazins „PflasterStrand“, das von Daniel Cohn-Bendit herausgeben wurde. In den neunziger Jahren Tätigkeit als freier Publizist und Schriftsteller sowie als Organisator und Moderator zahlreicher Veranstaltungen im Rahmen des Frankfurter Ost-westeuropäischen Kulturzentrums „Palais Jalta“ (von 1989 bis 2001). In den Jahren 1993 bis 1996 Mitarbeiter am Forschungsprojekt „West-östliche Spiegelungen“ von Lew Kopelew zur Erforschung der Russlandbilder der Deutschen und Deutschlandbilder der Russen. Daraus ging der umfangreiche Sammelband „Deutschland und die russische Revolution 1917-1924“ (Fink Verlag, München 1998) hervor. Daneben Tätigkeit als Autor einer Reihe von historischen Originalton-Dokumentationen in verschiedenen Sendeanstalten (HR, WDR, NDR, SFB, DLF usw.) sowie als Ko-Autor von Fernseh-Features (zusammen mit Andrzej J. Koszyk) zu osteuropäischen Themen. Zeitungsartikel und Zeitschriftenbeiträge erschienen zwischen 1990 und 2005 unter anderem in: Der Spiegel, Die Zeit, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurter Rundschau, Süddeutsche Zeitung, Die Welt, die tageszeitung, Berliner Zeitung, Der Tagesspiegel, Badische Zeitung, Neue Zürcher Zeitung, Zürcher Tages-Anzeiger, Facts, Kommune, Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte und Literaturen. Daneben erschienen eine Reihe längerer Einzelbeiträge in Sammel- und Jahresbänden. Haupttätigkeit ist seit den späten neunziger
Jahren die Arbeit als Autor historischer Sachbücher, wie aus der
nachfolgenden Publikationsliste ersichtlich. Im Sommer 2002 Fertigstellung
einer Dissertationsarbeit im Bereich Neuere Geschichte an der Universität
Tübingen zum Thema: „Rom oder Moskau“ – Deutschland,
der Westen und die Revolutionierung Russlands 1914-1924“. Promotion
zum Dr. phil. im Februar 2003. Diese Arbeit liegt in überarbeiteter,
ergänzter und gekürzter Form seit Herbst 2005 unter dem Titel
„Der Russland-Komplex“ (C.H. Beck München) gedruckt vor. Im Februar 2008 ist im Fackelträger Verlag der gemeinsam mit Andres Veiel herausgegebene Bildband „1968 – Bildspur eines Jahres“ erschienen, eine historisch-sachlich kommentierte und filmisch montierte Folge von Bildern der 60er Jahre. Im Sommer 2008 erschien bei Kiepenheuer & Witsch das Buch „Traumpfade der Weltrevolution – Das Guevara-Projekt“, das sich in Form einer essayistischen Erzählung mit der langen Geschichte der kubanischen Revolution, der kurzen Epopöe des Comandante Ernesto „Che“ Guevara und den Prospekten einer „trikontinentalen“ Weltrevolution der 60er/70er Jahre auseinandersetzt. Es geht auch um die heißen Konflikte des „Kalten Kriegs“, die alte und die neue Linke, die Schismen der kommunistischen Weltbewegung, die Abgründe und Verblendungen der US-Weltpolitik, und um einiges andere mehr. Als biographischer Zugang dient nicht zuletzt die melancholische Geschichte der deutschen Guerillera „Tania“ alias Tamara Bunke mitsamt ihren posthumen kultischen und künstlerischen Verwandlungsformen. Das Buch wurde von einer prominent besetzten Jury der Zeitschrift „Damals“ zum „Historischen Buch des Jahres 2009“ gewählt. Die historisch-biographische Skizze „Vesper, Ensslin, Baader“ (Köln 2003) wird zur Zeit von dem Regisseur Andres Veiel unter dem Titel „Wer wenn nicht wir“ verfilmt. Lena Lauzemis spielt Gudrun Ensslin, August Diehl den Bernward Vesper, Alexander Fehling den Andreas Baader. Der dokumentarische Spielfilm, der kein weiterer „RAF-Film“ wird, sondern vor allem von den Radikalisierungen vor und nach 1968 handelt, soll im Jahr 2011 in die Kinos kommen. Von April 2008 bis März 2010 war Gerd Koenen Senior Fellow der School of History des Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS), mit einem Projekt zur vergleichenden Geschichte des Kommunismus im 20. Jahrhundert. Daraus ist zunächst der Essay „Was war der Kommunismus?“ (Vandenhoeck & Ruprecht, März 2010) hervorgegangen. Eine größere Darstellung ist unter dem Arbeitstitel „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“ bei C.H. Beck für das Jahr 2013 geplant. (Aktualisiert im April 2010) |
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EIGENE BUCHPUBLIKATIONEN WAS WAR DER KOMMUNISMUS? TRAUMPFADE DER WELTREVOLUTION 1968 – BILDSPUR EINES JAHRES DER RUSSLAND-KOMPLEX VESPER, ENSSLIN, BAADER Eine russische Übersetzung erschien u.d.T. „ROM ODER MOSKAU“ –
DEUTSCHLAND, DER WESTEN UND DAS ROTE JAHRZEHNT UTOPIE DER SÄUBERUNG DEUTSCHLAND UND DIE RUSSISCHE
REVOLUTION 1917-1924 Eine Auswahl der Beiträge in russischer Übersetzung
u.d.T. DIE SCHWARZE FRONT DIE GROSSEN GESÄNGE DER UNERKLÄRTE FRIEDEN SOLIDARNOSC FREIHEIT, UNABHÄNGIGKEIT
UND BROT |
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| BEITRÄGE IN SAMMELBÄNDEN UND PERIODIKA (AUSWAHL) Die Unberührbaren Landschaft ohne Menschen
Ach Triumph! Ach Debakel!
Der transzendental Obdachlose – Hans-Jürgen Krahl
Rotwelsch und Zeichensprache Der Muff von tausend Jahren Die russische Revolution – Ein
Experiment Der deutsch-russische Nexus Rossijski Kompleks: Ambivalentnost´ wostotschnoj
orientazii Die APO, ihre Erben und die DDR Camera Silens. Das Phantasma der Vernichtungshaft Alte Reiche, neue Reiche. Der Rußland-Komplex. Thomas Mann and Others: Stalinismus als große Utopie? Eine Gedankenskizze Rudi Dutschke, die „Neue
Linke“ und die Gewalt Black Box RAF – Zur symbolischen
und realen Geschichte Bewaffnete Unschuld – Subtexte
der linksradikalen Militanz In niederländischer Übersetzung u.d.T. Gewapende
Onschuld Thankmar, der junge Krahl In englischer Übersetzung u.d.T. Thankmar,
the young Krahl Mythen des 20. Jahrhunderts Exterminismus und Terror als Kern
des stalinistischen Projekts – Der Stalinismus Alfons Paquet und „Der Geist
der russischen Revolution“ Hitlers Russland Phantasmagorien einer Weltrevolution Und in den Herzen Asche… Terror und Moderne – Die
eine Welt und ihre Schrecken Ach, Achtundsechzig – Fischer,
das „Rote Jahrzehnt“ und wir Kommunismus als Ideologie und
historische Praxis Zweierlei Projekte – Nationalsozialismus
und Stalinismus im Vergleich Der Unbesiegte. Anatomie einer
Diktatur an der Grenze des Causal Nexus? Toward a Real History
of Anti-Fascism and Anti-Bolshevism Der verstörende Unterschied.
Warum Stalinismus und Nazismus Marxismus-Leninismus als universelle
Verschwörungstheorie Die DDR und die „Judenfrage“.
Paul Merker und der nicht Bolschewismus und Nationalsozialismus
– Geschichtsbild und Überprüfungen an einem
„Nexus“– Wahlverwandtschaften Rotwelsch und Zeichensprache Vormärz und Völkerfrühling
– ein deutsch-polnischer Honigmond? Marx, Engels und die polnische
Frage. Zur Genese einer Zivilgesellschaft
in Deutschland Unsere kleine deutsche Kulturrevolution Der Kindertraum des Kommunismus Der verfehlte „Nexus“.
Ernst Noltes „Europäischer Bürgerkrieg |
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